MagBacBayern

  1. Präparation eines Schlammtropfens für die Beobachtung unter dem Mikroskop
  2. Individuelle Bildbeschreibung optional
  3. MTB unter dem Mikroskop
© Sebastian Bauer
© Julia Kollofrath

Bildunterschrift optional

© Copyright optional
© Julia Kollofrath
Projektlogo MagBac

© Julia Kollofrath

Was ist MagBacBayern?

MagBacBayern ist ein Kooperationsprojekt zwischen bayrischen Schulen und Forschern an der Ludwig-Maximilians Universität LMU in München. Ziel ist es, gemeinsam eine Karte mit Sichtungen von sogenannten magnetotaktischen Bakerien zu erstellen. Die Schüler können dadurch die Umgebung ihrere Schule in kleinen Exkursionen mit wissenschaftlichem Blick näher erkunden und selbst aktiv in der Forschung werden.

An der interdisziplinären Schnittstelle zwischen Biologie, Physik und Geologie können Schüler Wissenschaft hautnah erleben und selbst mit kleinen Projekten daran teilhaben. Sie lernen, ein Forschungsprojekt zu planen und durchzuführen und dass Forschung nicht immer geradlinig verläuft.

Die von Schülern gesammelten Daten werden aktiv in unsere Forschung miteingebunden. Die Schulforschungsgruppen sind eingeladen ihre gesammelten Daten in unserem Forschungsdatenrepository hochzuladen und den Forschern aber auch anderen Schulgruppen für ihre Projekte zur Verfügung zu stellen.

Was kann man bei MagBacBayern machen?

  • bauen: mit einem 3D Drucker euer eigenenes Mikroskop bauen
  • raus in die Natur: lernen wo in der Natur man magnetotaktische Bakterien findet
  • mikroskopieren: MTBs unter dem Mikroskop identifizieren und beobachten
  • forschen und veröffentlichen: eine kleine Studie zu den MTBs anfertigen und eure Daten den Forschern zur Verfügung stellen
  • austauschen: eine interaktive Karte aus den Daten anfertigen

Was sind magnetotaktische Bakterien?

Magnetotaktische Bakterien können sich mithilfe sogenannter Magnetosomen im Magnetfeld orientieren. Magnetosome sind winzigste Kristalle aus Magnetit, einem eisenhaltigen Mineral, welche die magnetotaktischen Bakterien selbst hergestellen und in Ketten einem Rückgrat gleich in ihrem Inneren aufgereihen. Dies macht die Bakterien zu kleinen schwimmenden Kompassnadeln und hilft ihnen einen zusätzlichen Sinn zu nutzen, um die für sie nahrhafteste Sedimentschicht zu erreichen.

Diese Lebewesen eigenen sich in besonderem Maße für Forschungsarbeit mit Schülern, da

  • sie weit verbreitet jedoch kaum erforscht sind
  • ein erster Einstieg in die Mikrobiologie sind
  • eine Brücke zur Physik schlagen über ihren Bezug zu Magnetfeldern
  • faszinieren über ihren zusätzlichen Magnetsinn, den wir Menschen nicht haben.

Engagierte LehrerInnen und SchülerInnen aller Jahrgangstufen.

Wir empfehlen derzeit die Teilnahme mit Schülerinnen und Schüler ab ca 12 Jahren.

  • ein interdisziplinäres Projekt an der Schnittstelle zwischen Physik, Biologie und Geologie
  • hautnahe Einblicke in die aktuelle Forschung durch Besuchstage an der Universität und Kennenlernen von Forschern
  • aktive Mitarbeit durch kleine Projekte mit Relevanz für die Forschung
  • Möglichkeit zur Datenveröffentlichung der Schüler, um Forschern Zugang zu den gesammelten Daten zu geben
  • Aktive Mitgestaltung an der Konzeptionierung eines Citizen Science Projektes mit Schulen
  • einen flexiblen Start ins Projekt und keine Deadlines

Kontaktiert Julia Kollofrath per mail oder Telefon für ein Gespräch.

Zeitaufwand
2 Wochenstunden
Empfohlenes Format
Wahlfach mit naturwissenschaftlichen Fokus über das ganze Schuljahr
Benötigte Resourcen
Mikroskop und Stabmagneten sind für den Anfang ausreichend. Bessere Utensilien können mit unserer Anleitung selbst gebaut werden.

Vorschläge für eure Forschungsprojekte

In diesem kleinen Projekt könnt ihr eurer Forschungsgruppe ein eigenes Mikroskop bauen. Dafür nutzt ihr einen 3D-Drucker, Raspberry Pi und Rasperberry Kamera. Ihr lernt Helmholtz Spulen selbst zu wickeln und verschiedene Akpekte der Elektronik kennen, um die Spulen zu steuern.

Beprobt ein Gewässer in euerer unmittelbaren Umgebung immer wieder um über ein Jahr hinweg die Population der Bakterien zu beobachten.

Vielleicht hat jemand von euch oder eure Schule einen kleinen Teich, welcher von magnetotaktischen Bakterien bewohnt wird. Oder ihr findet ein geeignetes öffentlich zugängliches Gewässer, welches ihr beobachten wollt.

Wie müsst ihr vorgehen, damit eure Populationszählungen miteinander vergleichbar werden?

Beprobt mehrere Gewässer in eurer Umgebung und findet heraus wo am meisten MTBs gefunden werden? Welche Parameter solltet ihr dafür erheben?

Beprobt mehrere Ort am Ufer eines Sees und findet heraus, wo besonders viele magnetotaktische Bakterien leben. Welche Parameter solltet ihr dafür erheben? Wie macht ihr eure Messungen miteinander vergleichbar?

Stell uns deine Idee vor! Kontaktiert uns und schickt uns eine kurze Beschreibung eures Projektes - wir geben euch wertvolle Tipps zur Umsetzung.

Beschreibt euer geplantes Projekt so genau wie möglich:

  • Was wollt ihr untersuchen und warum könnte das interessant sein?
  • Habt ihr schon Ideen für geeignete Probenorte?
  • Welche Parameter wollt ihr im Feld und im Labor messen?
  • Welche Geräte könnt ihr dafür nutzen?

Mitmachen!

Kontaktiert uns bei Interesse!

Partnerschulen

 

Hintergrundmaterial

  • Magnetotaxis - Wie sich Schlammbakterien am Erdmagnetfeld orientieren, Dirk Schüler und Margarete Schüler in Unterricht Biologie kompakt!: Sinne der Mikroben, Ausgabe 448, S. 28-32, Friedrich Verlag GmbH, ISSN: 0341-5260, Bestellnr 53448, September 2019
  • Nordmann GC, Hochstoeger T, Keays DA (2017) Magnetoreception—A sense without a receptor. PLoS Biol 15(10): e2003234. https://doi.org/10.1371/journal.pbio.2003234
  • Amann, R., Peplies, J., Schüler, D. (2006). Diversity and Taxonomy of Magnetotactic Bacteria. In: Schüler, D. (eds) Magnetoreception and Magnetosomes in Bacteria. Microbiology Monographs, vol 3. Springer, Berlin, Heidelberg . https://doi.org/10.1007/7171_037