MagBac Junior

Entdeckt mit eurer Klasse die faszinierende Welt der Mikroorganismen direkt vor der Schultür! Mit einfachen Alltagsmaterialien und 20x-Schulmikroskopen spürt ihr magnetotaktische Bakterien im Gewässerschlamm auf. Erlebt den Mikrokosmos live im Sachunterricht.

Hallo! Ich bin Magta – deine Begleiterin in der Mikrowelt

Unser Maskottchen Magta

Unser Maskottchen MagTa, das magnetotaktische Bakterium | © Julia Kollofrath

Ich bin ein magnetotaktisches Bakterium – aber du kannst mich einfach Magta nennen! Ich bin winzig klein und lebe im tiefen Schlamm von Teichen und Seen. Weil es da unten dunkel ist und ich keine Augen habe, nutze ich einen genialen Trick: Ich habe eine eingebaute Perlenkette aus winzigen Magneten. Damit spüre ich das Magnetfeld der Erde und weiß immer ganz genau, wo oben und unten ist!

Zielgruppe
Klasse 4 bis 6 (Grundschule & Orientierungsstufe)
Fachbereich
Sachunterricht, Biologie, Natur und Technik
Lehrplan-Bezug (Bayern)
LehrplanPLUS HSU (Orientierung in der Natur, Magnetismus) / NuT (Ökosysteme & Physik)
Zeitaufwand & Kosten
2–3 Schulstunden (flexibel anpassbar) | 0 €
Optische Geräte
Einfache Schulmikroskope mit 20-facher Vergrößerung reichen aus
Weitere Ausrüstung
Marmeladengläser, Kellen, Pipetten, Stabmagneten
Sicherheit
Unbedenklicher Gewässerschlamm
In Vorbereitung
Forscher-Arbeitsblatt, Erklär- & Beprobungsvideos

Genau wie eine Muschel ein Sandkorn in Perlmutt hüllt, nimmt Magta Eisen aus dem Wasser auf und baut daraus winzige Magnet-Kristalle. Diese reiht sie zu einer Perlenkette in ihrem Inneren aneinander – und wird zum lebenden Kompass, der den Schlamm am Grund des Gewässers schnell wiederfinden kann!

Wusstest du schon? Das größte magnetische Bakterium der Welt Magnetobacterium bavaricum wurde zum ersten Mal im Chiemsee entdeckt!

So sieht das Phänomen aus: Hält man einen Magneten an die Seite, richten sich die Bakterien im Wassertropfen neu aus und schwimmen gemeinsam in die Richtung des Magnetfeldes. Genau diesen Effekt beobachten die Kinder bereits bei 20-facher Vergrößerung! Hinweis: Die ist eines der 3D gedruckten Openflexure Mikroskopen aus dem MagBac Lab Pfad. Es geht ebenso mit üblichen Schulmikroskopen.

13.08.2026

Warum MagBac Junior?

Warum Schüler:innen begeistert sind:

  • Echter Aha-Effekt: Wenn sich unsichtbare Lebewesen durch einen Magneten steuern lassen wirkt das wie Magie.
  • Echte Forscher-Erfahrung: Keine Theorie, sondern echter Schlamm aus der eigenen Umgebung.
  • Comic-Zugang: Durch das Maskottchen Magta wird abstrakte Mikrobiologie altersgerecht und emotional verständlich.

Warum Sie als Lehrkraft mitmachen sollten:

  • Kein teures Speziallabor nötig: Einfache Schumikroskope (20x Vergrößerung) und Alltagsgegenstände reichen vollkommen aus.
  • Maximale zeitliche & räumliche Flexibilität: Kein Naherholungsgebiet an der Schule? Die Kinder bringen Proben einfach von zu Hause mit.
  • Entlastung bei der Vorbereitung: Fertig gestaltete Arbeitsblätter, Infomaterialien und Sicherheits-Checklisten sparen wertvolle Zeit.

Schritt für Schritt: Das Prozedere im Unterricht

Schritt 1: Magta-Einführung im Klassenzimmer (ca 20 Minuten vor der Exkursion)

Die Klasse lernt unser Maskottchen Magta kennen und versteht das Prinzip von Magnetismus und Navigation.
mehr Info: Comic Story, Materialien (in Vorbereitung)

Schritt 2: Die Schlamm-Expedition (Exkursion ODER Hausaufgabe)

Variante A (Gemeinsam als Exkursion): Unterrichtsgang zum nahen Bach oder Schulteich.
Variante B (Von zu Hause oder als freiwillige Hausaufgabe): Die Kinder bringen Schraubgläser mit Schlamm aus dem eigenen Gartenteich oder einem Bach oder Teich in der Nähe ihres zuhauses mit.
mehr Info
: Hinweise zur Probenentnahme (in Vorbereitung)

Schritt 3: Lagerung der Proben (ein paar Stunden bis Tage)

Die Gläser stehen ruhig im Klassenzimmer (wenn möglich kühl und nicht in der Sonne), den Deckel nur aufgelegt damit etwas Luft an die Proben kommt. Im Schlamm bildet sich eine Schicht, in der sich die Bakterien sammeln.

Schritt 4: Reaktion auf Magnetfeld & Auswertung (2 Schulstunden)

Die Kinder entnehmen aus den obersten Milimetern der Schlammproben einen Tropfen mithilfe einer Pipette und beobachten den dem Südpol des Stabmagneten zugewandten Tropfenrand unter der Schulmikroskop (20-fach Vergrößerung ausreichend).
mehr Info: Hinweise zur Laborarbeit (in Vorbereitung)
Funde dürfen gerne eingereicht werden.

Beprobung am Teichufer

Gerüstet mit Gummistiefeln und einer Suppenkelle am Besensteil wird dunkelbraunes Sediment in einen Behälter geschöpft.

Schlamm-Exkursion: Wo sucht man am besten?

Die besten Fundorte:

  • Ruhige Uferzonen: Teiche, Weiher, Bäche mit geringer Strömung oder Parkteiche.
  • Die dunkle Schicht: Stellen, an denen feiner Schlamm unter flachem Wasser liegt.
  • Pflanzenreiche Ränder: Wo Schilf oder Blätter im Wasser langsam zersetzt werden.

Magnetotaktische Bakterien mögen es ruhig, dunkel und sauerstoffarm!
Was vermieden werden sollte: Stark strömende Flüsse, reiner Kies oder ausgetrocknete Ufer.

Beprobungs-Tipps:
Beste Suchwetter-Tage:
Ideal ist die Beprobung nach einem regnerischen Tag, da Nährstoffe ins Gewässer gespült werden.
Der „Geheimtipp“ – Schwarzer Schlamm: Suchen Sie nach tiefschwarzem Schlamm, der leicht nach faulen Eiern riecht. Das ist für magnetotaktische Bakterien ein absolutes Paradies und fast schon eine Fundgarantie!
Vorsicht im Hochsommer: Nach langen Hitzeperioden oder bei ausgetrockneten Uferzonen kann die Suche schwieriger sein, da der Sauerstoffgehalt im Wasser stark schwankt.

Findet hier ein Packliste für eure Exkursion:

Material / WerkzeugMenge pro GruppeWofür wird es gebraucht?
Marmeladen- / Schraubgläser2–3 Stück (sauber)Zum Sammeln der Schlammprobe.
Wasserfester Stift & Etiketten1 SetZum Beschriften der Gläser mit Fundort und Datum.
Suppenkelle oder Eisportionierer-Sandspielzeug1 StückZum Entnehmen der obersten Schlammschicht.
Einwegpipetten (Plastik)3–5 StückZum Absaugen eines Tropfens aus der obersten Schlammschicht zur Beobachtung.
Stabmagnet1–2 StückZum Anlocken und Steuern der Bakterien.
Schulmikroskop1 Gerät20-fache Vergrößerung reicht für die Beobachtung aus.
Objektträger5-8 StückZum Beobachten des Schlammtropfens unter dem Mikroskop.
O-Ringe und Deckgläschen5-8 StückWird nur für aufrechte, klassische Mikroskope gebraucht um die Methode "Hängender Tropfen" anzuwenden.

Mikroskopie leicht gemacht

Sie brauchen kein High-Tech-Labor! Bereits bei 20- bis 40-facher Vergrößerung (einfaches Schulmikroskop) ist die Ausrichtung der Bakterienansammlungen am Tropfenrand gut zu erkennen.

Aufrechtes Mikroskop: Objektiv oben, Lichtquelle unten

Mit einem "klassischen" Mikroskop muss ein sogenannter Hanging Drop präpariert werden.

Inverses Mikroskop: Objektiv unten, Lichtquelle oben

Mithilfe eines inversen Mikroskops kann mit der 2-Drop-Methode verfahren werden.

Was passiert, wenn wir im Mikroskop nichts finden?

In der echten Wissenschaft gehört es dazu: Manchmal zeigen sich in einer Probe trotz guter Vorbereitung keine Bakterien. Das ist kein Misserfolg, sondern ein wichtiges Ergebnis!

Diskutieren Sie mit der Klasse: War der Schlamm nährstoffreich genug? War das Wetter den letzten Tagen zu herausfordernd für die kleinen Organismen? Haben wir vielleicht zu lange zwischen Beprobung und Beobachtung gewartet und ei Proben wurden aufgeheizt? Haben wir die Gläser vielleicht du arg geschüttelt oder das Sediment beim Pipettieren zu serh aufgewühlt? Die Kinder lernen so, dass Experimente in der Natur keine programmierten Zaubertricks sind, sondern echtes Erforschen.

Werdet Teil der Magta-Landkarte!

Habt ihr Magta in eurem Schulteich, Gartenteich oder Dorfbach entdeckt? Oder habt ihr geforscht und diesmal keine Bakterien gefunden?

Meldet euren Fund (oder Nicht-Fund) über unser kurzes Webformular! Euer Forschungsergebnis erscheint automatisch als bunter Pin auf unserer Junior-Forscherkarte.

Persönliches Beratungsgespräch vereinbaren

Sie haben Fragen zur Umsetzung in Ihrer Klasse, sind unsicher bei den Mikroskopen oder möchten mehr über das Projekt erfahren? Buchen Sie sich hier ganz einfach und unverbindlich einen kurzen Termin mit unserem MagBac-Junior-Team!

Weiterführende Links

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diversity_3 Weiter zu MagBac Lab - Projektwoche