SO-KLIM auf der SCAR Open Science Conference 2026
09.10.2026
ForscherInnen der SO-KLIM Gruppe trafen sich in Oslo mit fast 1.500 Antarktisforschern, um Forschungsergebnisse zu präsentieren, Ideen auszutauschen und die Zusammenarbeit zu stärken.
09.10.2026
ForscherInnen der SO-KLIM Gruppe trafen sich in Oslo mit fast 1.500 Antarktisforschern, um Forschungsergebnisse zu präsentieren, Ideen auszutauschen und die Zusammenarbeit zu stärken.
Vom 10. bis 14. August 2026 wurde Oslo zum Treffpunkt der internationalen Antarktis-Forschungsgemeinschaft: Bei der 12. SCAR Open Science Conference unter dem Motto „Diving into Antarctic Science – Making Waves for the Future“ kamen fast 1.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen. Die Konferenz bot ein umfangreiches Programm mit Plenarvorträgen, wissenschaftlichen Sessions, Workshops und Posterpräsentationen und damit zahlreiche Möglichkeiten für fachlichen Austausch und neue Kooperationen.
Aus der SO-KLIM-Gruppe waren Inga Beck, Rowan Brown, Alexander Haumann, Nike Meredith Kreitmeyr, Krissy Reeve, Marlene Schramm und Theo Spira vertreten, um ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren.
Theo Spira und Alexander Haumann stellten Untersuchungen zu den jüngsten Veränderungen im Südlichen Ozean vor. Dabei ging es insbesondere darum, wie verstärktes Aufsteigen salzhaltiger Wassermassen aus tieferen Schichten mit einer zunehmenden Oberflächensalinität und Veränderungen der Ozeanschichtung zusammenhängt. Krissy Reeve präsentierte ihre gemeinsame Forschung mit Valentina Volkova (Alfred-Wegener Institut) und Alexander Haumann über den Einstrom, die Transformation und die Wege von Tiefenwasser in der Weddellsee. Nike Meredith Kreitmeyr und Alexander Haumann zeigten ihre Resultate über den Zusammenhang zwischen marinen Hitzewellen und der Variabilität des antarktischen Meereises und dabei insbesondere über den Einfluss des Southern Annular Mode.
Für die Early-Career-Forschenden der Gruppe bot die Konferenz zudem die Möglichkeit, eigene Ergebnisse einem internationalen Fachpublikum vorzustellen und direktes Feedback zu erhalten. So stellt Rowan Brown zum Beispiel Ergebnisse aus dem ersten Kapitel seiner Dissertation vor und berichtete von der positiven Resonanz aus der Fachcommunity. Gleichzeitig boten sich zahlreiche Gelegenheiten, mit Forschenden aus anderen Institutionen über die eigenen Arbeiten und über andere Projekte ins Gespräch zu kommen.
Auch über die einzelnen wissenschaftlichen Beiträge hinaus gab es zahlreiche Anknüpfungspunkte für die internationale Vernetzung. Antarctica InSync war mit verschiedenen Aktivitäten präsent und nutzte die Konferenz die Initiative weiter voranzubringen. Im Rahmen des neuen EU-Projektes SYNCHRONY organisierte Inga Beck gemeinsam mit Eoghan Griffin (SCAR) einen Workshop, der die geplante koordinierte Beobachtung des Südlichen Ozeans mit den Aktivitäten der breiteren SCAR-Community verknüpfte.
Für SO-KLIM war die SCAR Open Science Conference damit nicht nur eine Gelegenheit, eigene Forschung vorzustellen, sondern auch eine wichtige Plattform für den Austausch mit der internationalen Antarktis-Forschungsgemeinschaft, für neue Kontakte und für die Vertiefung bestehender Kooperationen. Und auch der Austausch innerhalb der Gruppe kam nicht zu kurz: Neben dem wissenschaftlichen Programm blieb Zeit, gemeinsam Oslo zu erkunden und die Konferenz auch als Gruppe zu erleben.