Neue Veröffentlichung in Environmental Research Letters
18.05.2026
Der Einfluss von Schneedürren auf den globalen Kohlenstoffkreislauf
18.05.2026
Der Einfluss von Schneedürren auf den globalen Kohlenstoffkreislauf
Bei dem Begriff "Dürre" denken wir meist an heiße Sommermonate. Dabei beginnen vor allem auf der Nordhalbkugel Dürren meist im Winter: Viele Pflanzen sind auf Schmelzwsser angewiesen, das nach und nach im Boden versickert. Ist der Winter zu trocken oder zu warm, fehlt diese wichtige Wasserquelle oder steht nur außerhalb der Wachstumsphase der Pflanze zur Verfügung. Solche Schneedürren beeinflussen ganze Ökosysteme - und damit auch den globalen Kohlenstoffkreislauf.
In ihrer neuen Veröffentlichung in Environmental Research Letters "The emergence of snow droughts as drivers of negative extremes in plant productivity over the past decades" haben David Gampe, Eyal Sharon, Bano Mehdi-Schulz, Mariangela Varela, Michael O'Sullivan, Wolfgang Buermann, Marianela Fader und Franziska Koch dieses bisher nur wenig Problem untersucht - und einen Zusammenhang gefunden zwischen Schneedürren und Extremereignissen, bei denen Ökosysteme deutlich weniger Kohlenstoff aufnehmen als gewöhnlich.
Ergebnisse
Das Klima erwärmt sich und Niederschlag wandelt sich von Schnee zu Regen. So verlieren wir einen wichtigen natürlichen Wasserspeicher, der unsere terrestrische Kohlenstoffsenke stabilisiert. "Stacked Droughts" können Rückkopplungseffekte über das aktuelle Jahr hinaus erzeugen und jahrelange Kohlenstoffspeicherung in den betroffenen Regionen zunichtemachen.
Um die zukünftige Stabilität der terrestrischen Kohlenstoffsenke besser abschätzen zu können, ist es entscheidend, den gesamten Weg des Wassers zu verstehen: von der winterlichen Schneedecke bis zur Bodenfeuchtigkeit im Sommer.