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Kipppunkt im Amazonas-Regenwald

08.12.2025

Die von LMU-Doktorandin Selma Bultan geleitete Studie in den Medien

© Philippe Ciais

Durch das Verdunsten gigantischer Wassermassen hält sich der Amazonas-Regenwald selbst am Leben. Dies ist der Grund, warum der Wald in Gefahr ist, wenn sich Ackerflächen und Viehzucht auf Kosten der Waldfläche ausdehnen oder die globale Erwärmung Dürren und Hitzewellen im Amazonasbecken verursacht. Beide Einflussfaktoren, Landnutzungsänderung und Klimawandel, hinterließen bereits in der Vergangenheit zunehmend Schäden. Dennoch fehlten bislang klare Aussagen dazu, wie beide Faktoren zusammenwirkten und vor allem, wie sich die Waldflächen in der Zukunft entwickeln würden - schlimmstenfalls mit dem Erreichen eines "Kipppunktes" von irreversiblen Schäden.

Eine neue LMU-Studie schätzt, dass Landnutzungsänderungen in Verbindung mit einer Klimaerwärmung bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zum Verlust von bis zu 38 Prozent der Amazonas-Waldfläche führen könnten. Damit würde der Schwellenwert von 20 bis 25 Prozent erreicht, vor dem frühere Studien als Kipppunkt des Amazonaswaldes gewarnt haben. Die LMU-News erklären die Zusammenhänge der Studie, die von den Medien breit aufgegriffen wurde, unter anderem:

Tagesspiegel Background: Regenwald durch Landnutzung und Klimawandel gefährdet

Focus Online: Amazonas an der Grenze: Regenwald droht plötzlich zu kollabieren

Frankfurter Rundschau: Klimawandel könnte bis 2100 fast die Hälfte des Amazonas-Regenwalds vernichten

SWR Kultur: Amazonas-Regenwald könnte bis 2100 um 38 Prozent schrumpfen