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Eindrücke von unserer Kleinen Exkursion an den Starnberger See

08.12.2025

Stefanie Steinhauser und ihre Studienrenden erkundeten die von Gletschern geformte Region.

Gletscher prägen Landschaften über Jahrtausende hinweg – selbst dann noch, wenn sie längst verschwunden sind. Auf unserer kleinen Exkursion an den Starnberger See erkundeten unsere Studierenden, wie Landschaft, Natur und sogar die kulturelle Entwicklung im Voralpenland von Gletschern beeinflusst sind.

Glaziale Serie: wie Eis die Landschaft formte
In der letzten Kaltzeit haben pleistozäne Gletscherzungen das Alpenvorland geformt und dabei Moränen, Schmelzwasserrinnen und Findlinge hinterlassen. Diese Strukturen, vor Tausenden von Jahren entstanden, prägen die Landschaft bis heute!

Leutstettener Moos: ein historisches Naturschutzgebiet
Einst ein Seebecken, entwickelte sich dieses kohlenstoffreiche Niedermoor zu einem Hotspot der Biodiversität. Doch Entwässerung und Klimawandel stellen eine ernsthafte Bedrohung für das Moor dar. Ein deutlicher Hinweis darauf, wie empfindlich solche Ökosysteme sind.

Starnberger See: ein träge reagierender Gletschersee
Der Zungenbeckensee weist eine außergewöhnlich lange Wasseraustauschzeit von rund 21 Jahren auf. Dadurch reagiert er nur sehr langsam auf Veränderungen wie Nährstoffeinträge oder Verschmutzung. Verantwortlich dafür ist das Fehlen alpiner Zuflüsse – der Starnberger See wird hauptsächlich durch kleinere regionale Zuflüsse und Grundwasser gespeist.

Villa Rustica: auf den Spuren der Römer
Ein römischer Gutshof, errichtet auf fruchtbaren nacheiszeitlichen Böden, mit lokalem Gestein und verlässlichen Wasserquellen. Er zeigt, wie Menschen diese geformte Landschaft schon vor fast 2.000 Jahren genutzt haben – und wie eng Geologie, Klima und Landnutzung seit jeher miteinander verflochten sind.

Starnberger See

Villa Rustica

Leutstettener Moos

Pegelstand Starnberger See