Studieninteressierte
Die Zukunft unseres Planeten gestalten: Infos für Studieninteressierte der Geowissenschaften
Die Zukunft unseres Planeten gestalten: Infos für Studieninteressierte der Geowissenschaften
Geowissenschaften wollen das System Erde besser verstehen. Zum System Erde gehören der Aufbau und die Zusammensetzung der Erde und ihrer Materialien, ihre Entstehung und Geschichte, ihre bisherigen, aktuellen und zukünftigen Veränderungen, und die Wechselwirkungen und Stoffkreisläufe zwischen fester Erde, Ozeanen und Atmosphäre.
Das System Erde ist daher ein komplexes, dynamisches Zusammenspiel von physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen. Um diese Prozesse zu verstehen und wissenschaftlich zu beschreiben, sind fundierte Kenntnisse in Physik, Chemie, Biologie und Mathematik für Geowissenschaftler*innen wichtig.
Die Vielfältigkeit der Prozesse im System Erde bedingt eine Spezialisierung der Geowissenschaftler*innen auf eine geowissenschaftliche Teildisziplin. Den verschiedenen geowissenschaftlichen Disziplinen ist aber gemeinsam, dass sie insbesondere Werkzeuge aus Physik, Chemie, Biologie und Mathematik benötigen.
Die Geowissenschaften sind von Gegensätzen und Extremen geprägt wie kaum eine andere Naturwissenschaft. Prozesse des Systems Erde können Jahrmillionen dauern oder nur einen Bruchteil einer Sekunde. Die Geowissenschaften befassen sich daher sowohl mit Ereignissen in der geologischen Vergangenheit als auch aktuell wirkenden Prozessen und Entwicklungen der Zukunft. Auch in Bezug auf den Raum decken die Geowissenschaften enorme Größenskalen ab. Die Forschungsbereiche der Geowissenschaften reichen vom atomaren Aufbau von Kristallen bis zu globalen Objekten wie den Schalen des Erdkörpers.
Die Forschungs- und Anwendungsbereiche der Geowissenschaften sind sehr zahlreich und vielfältig. Die folgende Liste gibt nur einige Beispiele für wichtige geowissenschaftliche Themengebiete.
Diese Liste zeigt, dass geowissenschaftliche Themen von großer gesellschaftlicher Bedeutung sind. Es ist klar, dass Ressourcenknappheit, Naturkatastrophen und globale Veränderungen Herausforderungen sind, für deren Überwindung geowissenschaftliches Know-How auch in Zukunft sehr wichtig sein wird.
Mit diesen Methoden arbeiten Geowissenschaftler*innen u.a.:
| Abschluss | Bachelor of Science, B.Sc. |
|---|---|
| Studiendauer | 6 Semester Regelstudienzeit |
| Credits | 180 ECTS, Vollzeitstudium |
| Studienbeginn | Wintersemester (Sommersemester nur für höhere Fachsemester möglich) |
| Sprache | Deutsch |
| Zulassungsvoraussetzung | Abitur oder gleichwertige Hochschulzugangsberechtigung |
| Bewerbung | bis zum 15. Juli (an der TUM) |
Besonderheiten am Standort München - Warum am GeoZentrum München studieren?
Viele Universitäten in Deutschland bieten einen Bachelorstudiengang in Geowissenschaften oder verwandte Studiengänge an. Doch was macht den Studiengang in München besonders?
Der Studiengang am Münchner GeoZentrum wird von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM) gemeinsam angeboten. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, an zwei der führenden Universitäten Deutschlands gleichzeitig zu studieren. Im Rahmen des Kooperationsvertrages sind Studierende im Bachelor "Geowissenschaften" an beiden Universitäten eingeschrieben. Der Semesterbeitrag wird dabei nur an die TUM entrichtet. Nach erfolgreicher Bewerbung und Immatrikulation an der TUM erfolgt die Einschreibung an der LMU automatisch.
Für den konkreten Studienalltag bedeutet die Kooperation der beiden Universitäten, dass Sie Angebote an beiden Hochschulen wahrnehmen können: Sie haben Zugang zu den (Online-)Bibliotheken von LMU und TUM, können studienbegleitende Kurse wie Sprachkurse oder Soft-Skill-Kurse an der Uni Ihrer Wahl besuchen und Sie können sich auf Stipendien- und Austauschprogramme beider Hochschulen bewerben.
Im Rahmen des Bachelor-Studiengangs bieten die geowissenschaftlichen Fachbereiche beider Universitäten ein sehr breites Angebot von Lehrveranstaltungen an. Dieses breite Angebot ermöglicht es den Studierenden, sich im Laufe ihres Bachelor-Studiums in unterschiedlichsten geowissenschaftlichen Disziplinen zu spezialisieren.
Das Studium „B.Sc. Geowissenschaften“ ist ein 1-Fach Bachelor. Das bedeutet, dass die Studierenden kein Nebenfach belegen. Außerdem handelt es sich um ein Vollzeitstudium. Pro Semester sind 30 ECTS-Punkte zu absolvieren. Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester. Das Studium kann nur zum Wintersemester begonnen werden. Rechtlich bindend ist hierbei die Prüfungs- und Studienordnung.
Die Geowissenschaften sind eine Naturwissenschaft. Deshalb ist auch das Studium der Geowissenschaften mathematisch-naturwissenschaftlich geprägt. In den ersten Semestern werden die Grundlagen in Mathematik, Physik, Chemie und Biologie vermittelt. Daneben finden erste einführende Veranstaltungen in den Geowissenschaften statt. In den darauffolgenden Semestern werden zunehmend mehr geowissenschaftliche Inhalte gelehrt.
Das Studium der Geowissenschaften unterscheidet sich inhaltlich vom Fach „Geografie“, das in der Schule unterrichtet wird. Auch wenn der spätere Beruf nicht unbedingt mit Gesteinen zu tun haben muss, bilden Minerale und Gesteine die Grundlage der Geowissenschaften. Ab dem ersten Semester finden Kurse statt, in denen Studierende lernen, Minerale und Gesteine zu identifizieren. Vorkenntnisse sind zwar hilfreich, aber nicht zwingend nötig.
Vertiefungsrichtungen
Im Bachelorstudiengang Geowissenschaften haben die Studierenden die Möglichkeit, sich für eine Vertiefungsrichtung zu entscheiden und dadurch bereits im Bachelor-Studium thematische Schwerpunkte zu setzen. Zur Auswahl stehen die Vertiefungsrichtungen Geologie, Geobiologie, Mineralogie und Geophysik. In jeder Vertiefung bestehen zahlreiche Wahlmöglichkeiten der Module, sodass die Studierenden die Inhalte des Studiums gemäß ihren Interessen gestalten und ihren eigenen Weg einschlagen können. Es gibt wenige Pflichtveranstaltungen. Die Wahlmöglichkeiten der Wahlpflichtveranstaltungen ist in der Prüfungs- und Studienordnung geregelt. Es gibt aber dringende Empfehlungen für die Wahlpflichtbereiche der vier Vertiefungsrichtungen. Diese Empfehlungen sind in den verschiedenen Studienplänen zusammengestellt.
In den ersten zwei Semestern ist der Stundenplan aller Vertiefungsrichtungen nahezu identisch. Ab dem dritten Semester werden je nach Vertiefungsrichtung unterschiedliche Module belegt. Die einzige Ausnahme bildet die Vertiefung Geophysik: Da für die Geophysik fundierte Grundlagen in Physik und Mathematik nötig sind, besuchen die Geophysik-Studierenden bereits ab dem ersten Semester eigene Lehrveranstaltungen gemeinsam mit den Studierenden im Bachelor Physik der LMU. Mit zunehmendem Studienfortschritt spezialisieren sich die Studierenden folglich auf die Bereiche, die ihnen am besten liegen.
Praxis
Die vielen praktischen Lehrveranstaltungen machen das Studium der Geowissenschaften besonders: Neben Gesteins- und Mineralbestimmungskursen, Gelände- und Kartierkursen ermöglichen auch zahlreiche Laborkurse praktische Erfahrungen zu sammeln. So erlangen Studierende der Geowissenschaften je nach Vertiefungsrichtung Expertise und Urteilsfähigkeit im Gelände oder die Anwendung von modernsten physikalischen und chemischen Analyse- und Syntheseverfahren an Materialien oder die Durchführung komplexer Rechenverfahren mit Hochleistungscomputern.
Prüfungen
Am Ende des ersten Semesters wird eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) abgelegt. In dieser schriftlichen Klausur wird grundlegendes Wissen der Geowissenschaften geprüft, das im Modul P1 Geowissenschaften I gelehrt wird. Diese Prüfung darf bei Nichtbestehen nur einmal nach einem Jahr wiederholt werden. Ist die Prüfung dann nicht bestanden, erfolgt die Exmatrikulation.
Die Prüfungen im Bachelor-Studiengang Geowissenschaften können verschiedene Formen haben. Neben schriftlichen Klausuren werden auch Exkursionsberichte oder Hausarbeiten verlangt.
Weiterführenden Informationen finden Sie unter dem 1x1 für Studieninteressierte der LMU
Abschluss
Schließen Sie das Bachelorstudium Geowissenschaften erfolgreich ab, erhalten Sie den Titel "Bachelor of Science" ("B.Sc.").
Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen
Für die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Die Informationen zur Anmeldung für die Lehrveranstaltungen im Bachelor-Studiengang Geowissenschaften werden bei der Einführungsveranstaltung Anfang Oktober bekannt gegeben.
Bachelorarbeit/Abschlussprüfung
Die Abschlussprüfung ist eine schriftliche Bachelorarbeit. Informationen zur Bearbeitungszeit, den Inhalten, der Form und den Anmeldefristen der Bachelorarbeit finden Sie in der Prüfungs- und Studienordnung oder auf der Website des Prüfungsamts.
Bachelor-Studiengang und Masterstudiengang
Es wird zwischen Grundstudium (Bachelor-Studiengang) und Aufbaustudium (Master-Studiengang) unterschieden. Ein Aufbaustudium ist ein postgraduales Studium und setzt den Abschluss des Grundstudiums voraus.
Bewerbung
Um ein Studium zu beginnen, ist zunächst eine Bewerbung für den Studiengang nötig. Der Bachelor-Studiengang Geowissenschaften kann nur zum Wintersemester begonnen werden. Die Bewerbungsfrist ist der 15. Juli eines jeden Jahres. Die Bewerbung erfolgt online bei der TUM.
Dekan*in und Studiendekan*in
Ein*e Dekan*in leitet eine Fakultät und ist für die Sicherstellung und Weiterentwicklung von Forschung und Lehre verantwortlich sind. Sie werden unterstützt von den Studiendekan*innen, die speziell für die Lehre zuständig sind und sich um die Belange der Studierenden kümmern.
ECTS
Die erbrachten Leistungen werden in ECTS-Punkten gemessen („European Credit Transfer System“). Die Anzahl der Punkte orientiert sich am Arbeitsaufwand, der für eine Lehrveranstaltung oder ein Modul vorgesehen ist. 1 ECTS-Punkt entspricht 30 Stunden. Der gesamte Bachelor-Studiengang umfasst 180 ECTS-Punkte.
Fachschaft Geowissenschaften
Die Fachschaft ist ein Zusammenschluss von Studierenden der Geowissenschaften, die die studentischen Interessen in den universitären Gremien vertreten und das Studium durch zahlreiche Angebote (Organisation von Feiern, Verleih von Geländeausrüstung und vieles mehr) mitgestalten. Außerdem kann sie für Studierende eine vertrauliche Anlaufstelle bei Fragen oder Problemen sein.
Fakultät/School
Eine Fakultät (LMU) bzw. eine School (TUM) ist eine fachliche Organisationseinheit der Universität. Sie ist inhaltlich für den Bereich der Studiengänge zuständig.
Geländeveranstaltung
Eine Geländeveranstaltung ist eine praktische Lehrveranstaltung, die draußen im Gelände stattfindet. Eine Exkursion ist eine Führung durch eine geologische Lokalität oder durch einen Betrieb.
GeoZentrum
Das Münchner GeoZentrum ist die Kooperation der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Technischen Universität München (TUM) in der geowissenschaftlichen Forschung und Lehre. Der Bachelor-Studiengang Geowissenschaften ist ein Angebot des Münchner GeoZentrums.
Grundlagen- und Orientierungsprüfung
Die Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP) stellt fest, ob die Studierenden für das jeweilige Studium geeignet sind. Im Bachelor Geowissenschaften ist dies die Prüfung des Moduls P1 Geowissenschaften I im ersten Semester. Diese Prüfung kann bei Nichtbestehen nur einmal im dritten Semester wiederholt werden. Gilt die Prüfung im dritten Semester als nicht bestanden, hat dies eine Exmatrikulation zur Folge.
Immatrikulation
Nach der Zulassung (= Angebot eines Studienplatzes) erfolgt die Immatrikulation. Immatrikulierte Student*innen erhalten eine Matrikelnummer und einen Studierendenausweis.
Lehrveranstaltungen
An der Universität werden verschiedene Veranstaltungen angeboten, die sich in der Weise, wie den Student*innen der Lernstoff vermittelt wird, deutlich unterscheiden. Es gibt beispielsweise Vorlesungen, Übungen, Tutorien, Seminare, Geländeveranstaltungen und Praktika.
Leistungsnachweis (Transcript of Records)
Die Prüfungsergebnisse werden auf dem Leistungsnachweis aufgelistet. Studierende im Bachelor Geowissenschaften können einen Notenauszug beim zuständigen Prüfungsamt beantragen. Die Notenauszüge sollten regelmäßig auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft werden.
Module
Thematisch ähnliche Lehrveranstaltungen sind zu Modulen zusammengefasst. Die Endnote für das Modul setzt sich aus einer Modulprüfung oder aus mehreren Modulteilprüfungen zusammen.
Pflichtmodule
Die Belegung von Modulen kann für die Studierenden verpflichtend oder freiwillig sein. Dies ist abhängig von dem Studienprogamm und der individuellen Schwerpunktsetzung und wird ausführlich in der Prüfungs- und Studienordnung beschrieben. Pflichtmodule müssen belegt werden.
Professur/Lehrstuhl
Professor*innen sind an Hochschulen für die Durchführung von wissenschaftlicher Forschung und Lehre zuständig. Es gibt unterschiedliche Professuren. Sog. ordentliche Professor*innen führen einen Lehrstuhl.
Prüfungen
Prüfungen müssen mindestens mit der Note 4.0 bewertet werden, um als „bestanden“ zu gelten und die ECTS-Punkte zu erhalten. Die in den Prüfungen erreichten Noten werden nach der Zahl der ECTS-Punkte gewichtet und ergeben die Abschlussnote. Die meisten Prüfungen finden am Ende der Vorlesungszeit statt.
Prüfungsamt
Ist eine Prüfung ablegt und korrigiert, so wird das Ergebnis von den Prüfer*innen an das Prüfungsamt gemeldet. Das Prüfungsamt verwaltet die Leistungen und stellt auf Nachfrage Dokumente und Bescheinigungen aus. Für den Bachelor-Studiengang Geowissenschaften ist die Kontaktstelle Geowissenschaften des Prüfungsamts Naturwissenschaft Innenstadt (PaNI) zuständig.
Prüfungsformen
Es gibt verschiedene Prüfungsformen: schriftliche Klausuren, Hausarbeiten, Vorträge, Exkursionsberichte o. Ä.. Die Art der Prüfungsform einer Veranstaltung ist in der Prüfungsordnung festgelegt. Oft ist für die Prüfungsteilnahme eine Anmeldung erforderlich.
Prüfungs- und Studienordnung
Die Prüfungs- und Studienordnung bildet die rechtliche Grundlage für das Studium. Gültig für die komplette Zeit des Studiums ist die zum Zeitpunkt des Studienbeginns aktuellste Version der Prüfungs- und Studienordnung.
Regelstudienzeit
Die Regelstudienzeit gibt an, wie viele Semester für die Bewältigung des Studiums vorgesehen sind. Ihre Einhaltung ist nicht verpflichtend; ihre Überschreitung aber nur begrenzt möglich.
Vorlesungszeit und vorlesungsfreie Zeit
Die Vorlesungszeit des Wintersemesters dauert in der Regel von Mitte Oktober bis Mitte Februar, die des Sommersemesters von Mitte April bis Mitte Juli. Dazwischen ist vorlesungsfreie Zeit, umgangssprachlich auch als „Semesterferien“ bezeichnet. In der vorlesungsfreien Zeit finden nicht selten Blockkurse, (Labor-)Praktika, Geländeveranstaltungen oder Exkursionen statt.
Wahlpflichtmodule
Wahlpflichtmodule können aus einem Angebot von Veranstaltungen nach individuellem Interesse ausgewählt werden. Es werden so viele Module belegt, dass die nötigen ECTS-Punkte erreicht werden.
Bewerbung
Das Bewerbungsverfahren für den Bachelor-Studiengang "Geowissenschaften" erfolgt ausschließlich über die Technische Universität München. Hierbei ist die Bewerbungsfrist vom 15. Mai bis 15. Juli zu berücksichtigen. Für Ihre Bewerbung legen Sie sich ein online-Konto über TUMonline, dem online-Portal der TUM, an. Alle Informationen zur Bewerbung an der TUM finden Sie hier.
Im Bewerbungsprozess müssen Sie alle geforderten Dokumente hochladen. Den Status Ihrer Bewerbung können Sie jederzeit in Ihrem TUMonline Account einsehen.
Eine Bewerbung an der LMU ist nicht notwendig.
Immatrikulation
Sind alle Dokumente fristgerecht hochgeladen und vom Immatrikulationsamt der TUM geprüft, können Sie sich immatrikulieren. Bitte folgen Sie hier ebenfalls den Informationen in Ihrem TUM-online-Account.
Nach erfolgreicher Immatrikulation werden Ihre Daten an die LMU übermittelt, so dass Sie an beiden Universitäten immatrikuliert sind.
Darüber werden Sie per E-Mail informiert. Auch an der LMU erhalten Sie eine Matrikelnummer und eine Benutzerkennung, mit der Sie sich in den Online-Portalen der LMU anmelden können. Die Zusendung der Benutzerkennung erfolgt durch den IT-Servicedesk der LMU und kann ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen. Sollten Sie bis zu Beginn der Vorlesungszeit noch keine LMU-Benutzerkennung erhalten haben, wenden Sie sich bitte an den IT-Servicedesk der LMU.
Einführungsveranstaltung
Nach der Immatrikulation erhalten Sie eine Einladung zur Einführungsveranstaltung für den Bachelor-Studiengang Geowissenschaften, die Anfang Oktober stattfindet. Die Einführungsveranstaltung ist Ihre Möglichkeit, die Ansprechpersonen fürs Studium kennenzulernen, sich mit Ihren zukünftigen Kommiliton*innen zu vernetzen und eine Führung über den Campus zu erleben. Insbesondere erhalten Sie bei der Einführungsveranstaltung alle Informationen zum weiteren Vorgehen bis Studienbeginn, den Anmeldefristen und den Ablauf des Studiums sowie studienbegleitende Angebote der Universität. Die Teilnahme an der Einführungsveranstaltung wird dringend empfohlen!
Im Folgenden finden Sie einige Empfehlungen, wie Sie die Zeit bis zum Studienbeginn sinnvoll nutzen können:
Fachstudienberatung für den Bachelor-Studiengang Geowissenschaften
Zentrale Studienberatung
Studiengangskoordination
Fachschaft Geowissenschaften
Spezielle Beratungsangebote
z.B. für Studierende mit Kind oder Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung
Aufbauend auf den Bachelor-Studiengang Geowissenschaften werden an den beiden Münchner Universitäten vier Masterstudiengänge angeboten. Die Masterstudiengänge haben eigene Bewerbungs- und Zulassungsverfahren. Die Wahl einer Vertiefungsrichtung im Bachelor-Studiengang stellt jeweils eine optimale Vorbereitung für einen bestimmten Master-Studiengang dar. Abweichungen im Studienverlauf führen daher auch immer zu einem gewissen Defizit in den fachlichen Grundlagen für das jeweilige weiterführende Studium. Je größer dieses Defizit ist, desto größer ist die Gefahr, im gewünschten Master-Studiengang abgelehnt zu werden.
Die folgenden Master-Studiengänge stehen zur Auswahl:
Die meisten Tätigkeitsfelder von Geowissenschaftlern setzen einen höheren Hochschulabschluss als den Bachelor-Abschluss voraus. In der Regel schließt sich an den Bachelor-Abschluss also ein Master-Studium an. So vielfältig wie die Geowissenschaften selbst sind dann auch die Möglichkeiten, die nach dem Abschluss des Master-Studiums offenstehen. Den typischen Beruf für Geowissenschaftler*innen gibt es nicht. Die Einsatzbereiche unterscheiden sich dabei nicht nur im Themengebiet, sondern ebenso stark in den Methoden. Ihre zukünftige Tätigkeit kann daher ebenso im Gelände sein wie im Büro oder im Labor.
Eine Auswahl möglicher Tätigkeitsbereiche für Absolvent*innen mit Abschluss in den Geowissenschaften umfasst:
Fachübergreifende Tätigkeiten und Selbstständigkeit
Da Geowissenschaftler*innen eine interdisziplinäre Ausbildung mit einem breiten Spektrum an Naturwissenschaften haben, finden sie nicht selten auch in den Schnittbereichen zu angrenzenden Fachbereichen wichtige Betätigungsfelder (z.B. Kristallographen in der Pharmazie oder Ingenieurgeologen im Bauingenieurwesen). Wenn während des Studiums Kenntnisse im Programmieren und computergestützter Modellierung erworben wurden, kann der Weg von Geowissenschaftler*innen auch beispielsweise in die IT- und Software-Branche führen. Darüber hinaus kann das Studium der Geowissenschaften insbesondere im Bereich der Ingenieurgeologie eine gute Basis für die Selbstständigkeit sein.
Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind individuell verschieden - gute Studierende haben gute Berufsaussichten. Zusätzlich zum Studium erworbene Kenntnisse z.B. durch Industriepraktika oder Sprach- und Programmierkurse können die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.
Individuelle Orientierung
Selbstverständlich ist es zum Studienbeginn noch nicht nötig, ein ganz genaues Bild davon zu haben, welcher Bereich der Geowissenschaften zum Beruf wird. Es ist die Regel, dass die Studierenden sich erst im Laufe ihres Studiums zunehmend spezialisieren und orientieren. Anhand ihrer Talente und Interessen wählen die Studierenden individuelle Wege.
Weitere Informationen zu den Berufsperspektiven für Geowissenschaftler*innen finden sich unter anderem auch auf den Internetseiten der geowissenschaftlichen Fachgesellschaften (z.B. Deutsche Geologische Gesellschaft, Deutsche Geophysikalische Gesellschaft, Deutsche Mineralogische Gesellschaft, Paläontologische Gesellschaft) und des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler. Eine Liste von Unternehmen, in denen Studierende des Bachelor-Studiengangs Geowissenschaften in der Vergangenheit Praktika absolviert haben, befindet sich hier.