Seismowetter
Mikroseismik: Wenn Ozeanwellen und Stürme den Boden zum Beben bringen
Mikroseismik: Wenn Ozeanwellen und Stürme den Boden zum Beben bringen
Das „Seismowetter“ beschreibt das permanente Hintergrundrauschen der Erde, das nicht durch tektonische Beben, sondern durch atmosphärische und ozeanische Prozesse entsteht. Weltweite Stürme und Meereswellen übertragen Energie auf den Erdboden und erzeugen hochempfindliche Schwingungen – die sogenannte Mikroseismik.
Am Observatorium in Fürstenfeldbruck registrieren unsere Sensoren dieses Rauschen kontinuierlich. Während lokale Windböen oder Luftdruckänderungen das Nahfeld beeinflussen, zeugen tieffrequente Signale oft von schweren Stürmen auf den Weltmeeren. Diese Daten erlauben Rückschlüsse auf die Kopplung zwischen Atmosphäre, Ozean und fester Erde.