Bildgebung und Mikroskopie

Visualisierung der Geowissenschaften: Von der dynamischen Hochgeschwindigkeitsbildgebung und 3D-Topografie bis hin zur fortschrittlichen optischen und chemischen Spektroskopie

Die Bildgebungs- und Mikroskopieeinrichtung bietet eine multiskalige Analysesuite, die entwickelt wurde, um die dynamische und strukturelle Komplexität geologischer Materialien zu erfassen. Unsere Infrastruktur reicht von Ultrahochgeschwindigkeits- und Thermografiekameras zur Überwachung schneller vulkanischer Prozesse bis hin zu fortschrittlichem 3D-Konfokallaserscanning und digitaler Mikroskopie für eine präzise topografische Charakterisierung. Wir bieten spezialisierte Fähigkeiten in der Raman-Spektroskopie zur zerstörungsfreien Mineralidentifizierung, Fluoreszenzmikroskopie für biologische Wechselwirkungen und spezieller Erz-Mikroskopie für paläomagnetische Forschung. Diese optischen Systeme werden durch unsere hochauflösenden Elektronenmikroskopie- und Elektronenmikrosondenanlagen (EPMA) ergänzt, die die für eine umfassende geowissenschaftliche Forschung erforderlichen chemischen und strukturellen Submikrometer-Bilder liefern, sowie durch Röntgendiffraktometrie und Rasterkraftmikroskopie.

Mikroskopie

Konfokales Laser-Scanning-Mikroskop (CLSM)
Zimmer
C 347
Ansprechpartner
Bettina Scheu
Gerät
Konfokales Laserscanning-Mikroskop (CLSM), Keyence VKX-1000
Beschreibung
Laser- und weißes LED-Licht für die Probenbeleuchtung und 3D-Topografiemessungen im Millimeter- bis Mikrometerbereich. Texturcharakterisierung von Gesteinen, Keramiken oder Metallen. Qualitative und quantitative Analyse von Volumen, Oberflächen und Rauheitsparametern mit sehr hoher Präzision. Der automatisierte Probentisch ermöglicht Messungen von bis zu 50 x 50 x 7 mm mit einer Auflösung von bis zu 10 nm.
CSLM confocal scanning laser microscopy

Konfokales Laser-Scanning-Mikroskop zur Charakterisierung der Textur von Gesteinen, Keramiken oder Metallen

© Bettina Scheu
Polarisationsmikroskopie, Luisenstraße
Zimmer
A 237
Ansprechpartner
Claudia Trepmann
Zugangsbestimmungen
nach Vereinbarung
Verfügbare Mikroskope
· 1 Durchlicht-Auflicht-Polarisationsmikroskop (Projektions- und Fotomikroskop, Leica)
· 6 kombinierte Durchlicht-Auflicht-Polarisationsmikroskope (Leica DM750P)
· 2 Durchlicht-Polarisationsmikroskope (Zeiss AxioScope, Axiolab, Fotografiemikroskope)
· 2 Auflichtpolarisationsmikroskope (Leitz)
· 1 Stereomikroskop (Zeiss Discovery, Fotooption 2 U-Tisch Mikroskope
  1. Individuelle Bildbeschreibung optional
  2. Polarized light micrograph (transmitted light, crossed polarizers) showing tourmaline bookshelf structure in mylonitic pegmatite, FH36, Austroalpine basement, Eastern European Alps (Hentschel et al. 2022)
  3. Polarized light micrograph (crossed polarizers) showing symplectites of jadeite and quartz formed during prograde replacement of albite, CT30, Sesia Zone, Western European Alps
  4. Polarized light micrograph (crossed polarizers) symplectites of albite and clinopyroxene formed during retrograde replacement of omphacite, XU, Dabie Shan, China
  5. Polarized light micrograph (reflected light) showing magnetite (bright) in pseudomorphs after garnet, Manicouagan impact structure, Canada
  6. Polarized light room, C237, Luisenstraße 37
  7. Polarized light room, C237, Luisenstraße 37
  8. U-stage microscope

Polarisationsmikroskopische Aufnahme (Durchlicht, gekreuzte Polarisatoren, Kompensatorplatte) von mylonitischem Pegmatit, FH36, austroalpines Grundgebirge, Osteuropäische Alpen (Hentschel et al. 2022)

© Copyright optional

Polarisationsmikroskopische Aufnahme (Durchlicht, gekreuzte Polarisatoren) mit Turmalin-Bücherregalstruktur in mylonitischem Pegmatit, FH36, austroalpines Grundgebirge, Osteuropäische Alpen (Hentschel et al. 2022)

© Claudia Trepmann

Mikroskopische Aufnahme mit polarisiertem Licht (gekreuzte Polarisatoren), die Symplektite aus Jadeit und Quarz zeigt, die während der prograden Ersetzung von Albit entstanden sind, CT30, Sesia-Zone, Westalpen

© Claudia Trepmann

Polarisationsmikroskopische Aufnahme (gekreuzte Polarisatoren) von Symplektiten aus Albit und Klinopyroxen, die während der retrograden Umwandlung von Omphakit entstanden sind, XU, Dabie Shan, China

© Claudia Trepmann

Polarisationsmikroskopische Aufnahme (reflektiertes Licht) mit Magnetit (hell) in Pseudomorphosen nach Granat, Manicouagan-Einschlagstruktur, Kanada

© Claudia Trepmann

Raum für polarisiertes Licht, C237, Luisenstraße 37

© Claudia Trepmann

Raum für polarisiertes Licht, C237, Luisenstraße 37

© Claudia Trepmann

U-Stufen-Mikroskop

© Claudia Trepmann

Bildgebende Verfahren der Paläoichthyologie

Bildgebende Verfahren in der Paläoichthyologie
Raum
D 314, D U106
Ansprechpartner
Bettina Reichenbacher
Ausrüstung
Leica Fluorescence Stereomicroscope (M165FC) sowie Leica Auflicht-Stereomikroskop mit Gryphax Naos Kamera.
Vorbereitung und Präparation
Ein umfangreiches Sortiment an Utensilien und Chemikalien für die paläontologische und biologische Probenaufbereitung, sowie Kapazitäten zur Kühlung und Lagerung von Probenmaterial sind im Raum D U106 verfügbar.
Mikroskop Fischpräparation

© Bettina Reichenbacher

Die Ausstattung ermöglicht hochauflösende Analysen der Skelett- und Schädelanatomie fossiler und rezenter Fische. Mithilfe von Mikro-CT-Daten und der AMIRA-Software werden detaillierte 3D-Rekonstruktionen erstellt, um phylogenetische Fragestellungen und die Lebensweise der untersuchten Arten zu interpretieren.

Das Labor dient als zentrale Vorbereitungsstätte für sedimentologische Untersuchungen und die Fossilpräparation. Hier werden Geländeproben aufbereitet, geschlämmt und für die anschließende Bestimmung und paläoökologische Interpretation sortiert. Es bietet die methodische Grundlage für Bachelor- und Masterprojekte im Bereich der regionalen Geologie und Stratigraphie.

  1. Präparierter Fisch
  2. Aufnahme des Labores für Bildgebende Verfahren
© Bettina Reichenbacher
© Bettina Reichenbacher
Digitales 3D Mikroskop
Zimmer
C 329
Ansprechpartner
Bettina Scheu, Yan Lavallée
Gerät
Keyence VHX-7000 Digitalmikroskop
Beschreibung
LED-Beleuchtung von oben zur Charakterisierung verschiedener Materialien und Bildgebung mit hoher Fokustiefe und Präzision im Zentimeter- bis Mikrometerbereich. Dreidimensionale Charakterisierung von Form, Volumen und Oberflächenrauheit ist möglich. Ein automatisierter Probentisch mit Beleuchtung von unten ermöglicht die Polarisationsmikroskopie von petrologischen Dünnschnitten. Mit dem automatisierten Tisch können Proben mit einer Größe von 10 x 10 x 2,5 cm und einem Gewicht von bis zu 4 kg gemessen werden. Bei höchster Vergrößerung kann eine Auflösung von 10 µm erreicht werden. Durch die mögliche Drehung und Bewegung der Neigungsachse kann die Probe aus verschiedenen Positionen und Winkeln charakterisiert werden.

© Yan Lavallée

Digitalmikroskop Keyence VHX-7000. Das flexible Mikroskop ist mit einer LED-Deckenbeleuchtung ausgestattet, um die Oberflächentopologie von Materialien zu rekonstruieren und zu charakterisieren, während es Bilder mit hoher Fokustiefe und Präzision im Mikrometer- bis Zentimeterbereich liefert. Dies ermöglicht eine dreidimensionale Charakterisierung von Form, Volumen und Oberflächenrauheit. Ein automatisierter Probentisch mit Beleuchtung von unten ermöglicht die Polarisationsmikroskopie von petrologischen Dünnschnitten. Proben mit einer Größe von 10 x 10 x 2,5 cm3 (maximal 4 kg) können mit dem automatisierten Tisch gemessen werden. Bei höchster Vergrößerung kann eine Auflösung von 10 µm erreicht werden. Die mögliche Drehung und Bewegung der Neigungsachse ermöglicht die Charakterisierung der Probe aus verschiedenen Positionen und Winkeln.

Fluoreszenzmikroskopie

THUNDER Imager 3D-Assay (Leica, 5-Kanal-Fluoreszenz)
Zimmer
A105, Luisenstraße 37
Kontakt
Oliver Voigt
THUNDER Imager 3D Array

© Dirk Erpenbeck

Der THUNDER Imager 3D Assay ermöglicht eine schnelle, kontrastreiche 3D-Bildgebung in fünf Fluoreszenzkanälen und Durchlicht/Hellfeld und verbessert die Signalklarheit durch Reduzierung des unscharfen Hintergrunds. Sein motorisierter Tisch unterstützt die automatisierte Erfassung mehrerer Positionen, Zeitraffer-Experimente und das Zusammenfügen größerer Sichtfelder, wodurch er sich gut für quantitative Assays und reproduzierbare Multi-Well-Workflows eignet. Installierte Fluoreszenzfiltersätze: 405 (DAPI/Hoechst), 488 (FITC/GFP/Alexa 488), 545–568 (TRITC/RFP/mCherry/Alexa 568), 594 (Texas Red/Alexa 594), 647 (Cy5/Alexa 647).

Fluoreszenz-Stereomikroskop (Leica M165 FC)
Zimmer
A105, Luisenstraße 37
Kontakt
Oliver Voigt
Fluoreszenz Stereomikroskop

© Dirk Erpenbeck

Fluoreszenz- und Polarisationsmikroskopie bilden eine wichtige Brücke zwischen Morphologie und Genetik. Diese Methoden ermöglichen es, die komplexe Skelettarchitektur von Schwämmen und die räumliche Verteilung mikrobieller Symbionten direkt in der Gewebestruktur in hoher Auflösung und in 3D sichtbar zu machen. Durch die Kombination von Fluoreszenzsignalen mit phylogenetischen Daten können bestimmte Zelltypen oder Mikroorganismen präzise lokalisiert und ihre Rolle bei der Biomineralisation oder in evolutionären Prozessen analysiert werden. Ergänzt durch polarisationsoptische Untersuchungen zur Bestimmung kristalliner Strukturen in Skelettelementen liefert dieser integrative Ansatz tiefe Einblicke in die historische Entwicklung und funktionelle Ökologie aquatischer Ökosysteme.

Das Leica M165 FC eignet sich ideal für die Beobachtung größerer, intakter Proben in echtem 3D und kombiniert Fluoreszenz- und Durchlichtbildgebung für schnelles Screening und Dokumentation. Ein motorisierter Fokus ermöglicht die Erfassung von Z-Stapeln, die rechnerisch zu einem einzigen Bild mit erweiterter Tiefenschärfe kombiniert werden können. Optionales Polarisationszubehör ist erhältlich, um polarisierte Lichtmikroskopie für eine verbesserte Visualisierung doppelbrechender Strukturen durchzuführen.

Leica DMLB (Hellfeldmikroskop mit Polarisation, DIC und Kamera)
Zimmer
A105, Luisenstraße 37
Kontakt
Oliver Voigt
Brightfild Microscope

© Dirk Erpenbeck

Das Leica DMLB ist ein vielseitiges Aufrechtmikroskop für die Dokumentation dünner Schnitte und routinemäßige mikroskopische Anwendungen. Es bietet eine einfache Polarisation für die kreuzpolarisierte Bildgebung (z. B. zur Erkennung doppelbrechender Strukturen) und ist mit DIC ausgestattet, um den Kontrast bei transparenten Proben zu verbessern. Ein spezielles Kamerasystem ermöglicht die einfache Bildaufnahme für Dokumentations- und Analysezwecke.

Erzmikroskopie

PseudobrookiteHemoilmeniteTitanomagnetite_FlorianLhuillier

© Florian Lhuillier

In der Paläomagnetik ist die Erzmikroskopie ein entscheidendes Bindeglied zwischen Gesteinsmagnetik und Geologie. Sie ermöglicht die präzise Identifizierung der remanenztragenden Minerale wie Magnetit, Hämatit oder Pyrrhotit. Über die reine Identifikation hinaus erlaubt die Auflichtmikroskopie die Untersuchung kritischer Texturen, wie etwa Ilmenit-Entmischungslamellen in Titanomagnetiten oder Anzeichen von hydrothermaler Alteration und Verwitterung. Diese Beobachtungen sind fundamental, um die thermoremanente Stabilität einer Probe zu bewerten.

Die Analyse von Korngrößen und Domänenstrukturen unter dem Mikroskop hilft dabei, die Verlässlichkeit der aufgezeichneten Paläofeld-Signale einzuschätzen. Besonders die Unterscheidung zwischen primärer Magnetisierung und späterer chemischer Remanenz (CRM) ist ohne petrographische Kontrolle kaum möglich. Damit bildet die Erzmikroskopie die Basis für die Interpretation paläomagnetischer Daten, da sie sicherstellt, dass die gemessenen Richtungen tatsächlich den Zeitpunkt der Gesteinsbildung repräsentieren und nicht durch spätere geochemische Prozesse verfälscht wurden.

Raman-Spektroskopie

Raum
C 320
Ansprechpartner
Melanie Kaliwoda
Zugangsbestimmungen
Termine per E-Mail
Gerät
HORIBA Jobin Yvon XploRa
In-situ-Messungen mit Heiz-/Kühltisch
Für temperaturabhängige Untersuchungen steht ein Heiz- und Kühltisch mit Linkam Stage zur Verfügung. Proben können im Bereich von –150 °C bis +600 °C in situ analysiert werden. Damit lassen sich Phasenübergänge, thermische Stabilitäten, Reaktionen und strukturelle Veränderungen unter realistischen Bedingungen verfolgen.
Datenbank MSM-MRD
Unsere interne Referenzdatenbank MSM-MRD enthält Raman-Spektren von über 800 Mineralen, die direkt aus Beständen der Mineralogischen Staatssammlung (MSM) gemessen wurden. Diese Sammlung ermöglicht eine verlässliche Identifikation von Proben und stellt eine wertvolle Grundlage für Forschung, Lehre und externe Kooperationen dar.
RAMAN heat cooling table

Raman-Spektroskop der Firma HORIBA Jobin Yvon (Modell Xplora). Sichtbar sind der Mikroskopbereich mit Probentisch, Objektiven und Okularen sowie der geschlossene Aufbau des Laser- und Detektionssystems. | © Fabian Joseph

Ein Raman-Spektroskop ist ein analytisches Messgerät, das auf dem sogenannten Ramaneffekt beruht. Trifft monochromatisches Laserlicht auf ein Material, wird ein kleiner Teil des Lichtes inelastisch gestreut. Die dabei auftretende Energieverschiebung ist charakteristisch für die Schwingungen der Atome und Moleküle und liefert einen „spektralen Fingerabdruck“ der untersuchten Substanz.
Für die Geowissenschaften eröffnet diese Methode vielfältige Möglichkeiten: Minerale können zerstörungsfrei identifiziert, Kristallstrukturen charakterisiert, Phasenübergänge verfolgt und Einschlüsse in Gesteinen oder Meteoriten untersucht werden. Auch die Bestimmung von Verwitterungsprodukten, Gläsern oder organischen Bestandteilen ist möglich.

Das Raman-Spektroskop (HORIBA Jobin Yvon XploRa) wird von der Mineralogischen Staatssammlung München (MSM) betrieben. Ergänzend steht ein mobiles Handheld-Raman-Spektrometer von Metrohm mit grünem Laser zur Verfügung, das flexible Messungen direkt an Objekten vor Ort ermöglicht.

  • Messungen an vulkanischen Proben und Gesteinen
  • Charakterisierung von Materialien und Mineralphasen im geowissenschaftlichen Kontext
  • Charakterisierung von organischen Materialien und Pflanzen

Hochgeschwindigkeitskamera

Hochgeschwindigkeitskamera Phantom V711
Zimmer
Ansprechpartner
Bettina Scheu
Zugangsbestimmungen
Beschreibung
Jede der Phantom V711 (Vision Research) ermöglicht monochrome Hochgeschwindigkeits-Videoaufnahmen in HD-Auflösung mit bis zu 7.530 fps; bei reduzierter Auflösung sind bis zu 685.800 fps möglich; minimale Belichtungszeit 1 µs, mehrere Objektive (Nikon F-Mount-Standard); vier flimmerfreie HQI-TS-Leuchten für gleichmäßige Flächenausleuchtung; 4 LED-Cluster für Spotbeleuchtung.

Die monochromen Hochgeschwindigkeitskameras können mit einer ganzen Reihe von Sensoraufzeichnungen (P, T, Piezo, …) synchronisiert werden.
Bisher wurde es verwendet, um Folgendes zu untersuchen:
Fragmentierungsprozesse natürlicher Proben (magmatisch – phreatisch),
Expansion und Fragmentierung von analogem Material,
Partikelausstoßgeschwindigkeit/-verhalten,
Stoßwellenphänomene,
Gesteinsbruch und Aschebildung bei Druckfestigkeitsprüfungen.

Die Hochgeschwindigkeits-Bildgebungssuite mit Phantom V711-Kameras ist ein leistungsstarkes Werkzeug zur Erfassung extrem schneller geowissenschaftlicher Phänomene, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Durch Aufnahmen mit bis zu 7.530 fps in HD-Auflösung – und über 680.000 fps bei reduzierter Auflösung – können Forscher hochenergetische Ereignisse mit einer Genauigkeit im Mikrosekundenbereich analysieren. Diese Konfiguration eignet sich besonders für die Untersuchung von vulkanischer Fragmentierung, Schockwellenphänomenen und Gesteinsbrüchen bei Druckfestigkeitsprüfungen. Um eine hohe Datenqualität zu gewährleisten, verfügt das System über flimmerfreie HQI-TS- und LED-Cluster-Beleuchtung für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Ein wesentlicher Vorteil dieser Anlage ist die Möglichkeit, monochrome Videodaten mit hochfrequenten Sensoraufzeichnungen von Druck, Temperatur und akustischen Emissionen zu synchronisieren, was eine umfassende, multiparametrische Analyse dynamischer Prozesse wie Partikelausstoß und Aschebildung ermöglicht.

Kameras

Wärmebildkamera (IR-Kamera)
Zimmer
Ansprechpartner
Anthony Lamur
Zugangsbestimmungen
Gerät
Wärmebildkamera (IR), X6540sc (FLIR)
Beschreibung
Diese FLIR-Kamera kann zur Überwachung der Temperatur von Materialien mittels Infrarotstrahlung (1,5–5,5 µm) verwendet werden. Sie kann mit einem 50-mm-Objektiv (11˚x8,8˚) oder 89-Objektiv (5,5˚x4,4˚) ausgestattet werden und bietet eine Vollbildauflösung von 640x512 Pixeln. Diese Kamera kann Temperaturen von -20 bis 2500 ˚C mit einer Genauigkeit von +/- 1 ˚C bei einer maximalen Bildrate von 300 Hz bei Vollbildaufnahmen und bis zu 4200 Hz bei kleineren fokussierten Fenstern aufzeichnen.

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© Anthony Lamur
Tragbare Wärmebildkamera (IR-Kamera)
Zimmer
Ansprechpartner
Anthony Lamur
Zugangsbestimmungen
Gerät
Tragbare Wärmebildkamera (IR), T450sc (FLIR)
Beschreibung
Diese tragbare FLIR-Kamera kann zur Überwachung der Temperatur von Materialien mittels Infrarotstrahlung (7,5–13 µm) verwendet werden. Sie kann mit einem 20-mm-Objektiv (25˚) oder einem 76-mm-Objektiv (6˚) ausgestattet werden und bietet eine Vollbildauflösung von 320 x 240 Pixeln. Diese Kamera kann Temperaturen von -20 bis 1500 °C mit einer Genauigkeit von +/- 2 °C bei einer maximalen Bildrate von 60 Hz bei Vollbildern aufzeichnen.

Die tragbare FLIR-Wärmebildkamera ist ein vielseitiges Werkzeug zur Überwachung und Analyse des thermischen Verhaltens von vulkanischen Materialien und geologischen Prozessen. Durch die Erfassung von Infrarotstrahlung ermöglicht sie Forschern die Visualisierung von Wärmemustern, die für das bloße Auge unsichtbar sind, und bietet eine sichere Möglichkeit, extreme Temperaturen aus der Ferne zu messen. Ob für Weitwinkelbeobachtungen einer Landschaft oder für gezielte Untersuchungen bestimmter vulkanischer Merkmale – die Kamera liefert Echtzeitdaten darüber, wie sich Materialien erwärmen und abkühlen. Diese Fähigkeit ist unerlässlich, um thermische Anomalien zu verfolgen, aktive Lavaströme zu überwachen und die Energiedynamik von Vulkanausbrüchen sowohl im Feld als auch im Labor zu verstehen.

Multispektralkamera
Zimmer
Ansprechpartner
Anthony Lamur
Zugangsbestimmungen
Gerät
Multispektralkamera (Parrot SEQUOIA)
Beschreibung
Diese leichte Multispektralkamera ist für die Montage auf Drohnen konzipiert und dient zur Durchführung von geotagged Bodenvermessungen im optischen und infraroten Spektrum. Sie besteht aus vier separaten Kameras, die jeweils Bilder mit einer Auflösung von 14 Megapixeln im grünen Spektrum (550–40 nm), im roten Spektrum (660–40 nm), im Red-Edge-Band (735–10 nm) und im Nahinfrarotband (790–40 nm) auf. Mit dieser Kamera lassen sich wichtige Verhältnisse (z. B. NDVI) zur Überwachung von Oberflächenveränderungen oder -strukturen einfach berechnen.