Lehrstuhl für Geophysik
Prof. Hans-Peter Bunge
Lehrstuhlinhaber
Professor und Inhaber des Lehrstuhles für Geophysik
Sekretariat
Lehrstuhlassistenz Geophysik (Elternzeitvertretung)
Grußwort des Lehrstuhles
Die Geophysik fokussiert Aufbau, Dynamik des Erdkörpers, Vergleich mit erdähnlichen Planeten, Geomaterialien, Ressourcen und Gefahren durch Seismizität. Aktuell erlebt die Geophysik durch Fortschritte in Fernerkundung (Satelliten, seismische/magnetische Techniken) und deren Integration in komplexe Geomodelle auf Supercomputern eine rasante Erkenntnisbeschleunigung, vergleichbar mit dem "goldenen Zeitalter" der 60er Jahre.
Die Münchner Geophysik ist in diesem Feld national und international exzellent positioniert. Forschungsschwerpunkte sind Fernerkundung und anspruchsvolle Geosimulationen auf Hochleistungsrechnern. Das Münchener Erd Observatorium (MEO) und die enge Kooperation mit der Geodäsie der TU München bieten einzigartigen Zugang zu seismischen, magnetischen und geodätischen Daten. Ein starker Beowulf-Cluster und die Ressourcen des Leibniz-Rechenzentrums schaffen ein international führendes Forschungsumfeld. Die Lage Münchens als High-Tech-Zentrum in der Nähe der Alpen bietet zudem ein attraktives Forschungsumfeld.
Geschichte der Geophysik in München
1836
Grundstein der Geophysik in München
Angeregt durch Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß, nimmt Johann von Lamont, der damaligen Direktor der Sternwarte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Beobachtung des Erdmagnetfeldes (Deklination und Horizontalintensität) in München auf - anfangs noch sporadisch, ab 1840 dann regelmäßig.
1896
Einrichtung eines erdmagnetischen Observatoriums
Bislang Teil der Sternwarte, wurde das erdmagnetische Observatorium 1896 eigenständig. 1905 wurde mit seismischen Beobachtungen begonnen.
1927
Umzug nach des Observatoriums nach Maisach
Die zunehmende Industrialisierung und die damit einhergehenden Störungen der Messungen machten eine Verlegung des Observatoriums nach Maisach nötig.
1937
Umzug des Observatoriums an den heutigen Standort in Fürstenfeldbruck
Weiterer Umzug des Observatoriums auf die Ludwigshöhe bei Fürstenfeldbruck.
1938
Observatorium wird Teil der Ludwig-Maximilians-Universität
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften überführt das Observatorium in die Hände der Ludwig-Maximilians-Universität.
1948
Gründung des Institutes für Angewandte Geopyhsik
1948 wurde das Institut für Angewandte Geophysik der LMU gegründet. Erster Lehrstuhlinhaber war Prof. Dr. Hermann Reich.
1950
Umzug des Institutes für Angewandte Geophysik
Jahreszahl verifizieren In seiner Anfangsphase war das Institut im Bibliothekstrakt des Deutschen Museums untergebracht und zog später in das ehemalige Gebäude der Akademie für Angewandte Kunst in der Richard-Wagner-Straße 10 (bis 1971) um.
1957
Gustav Angenheister ist neuer Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Gustav Angenheister erhielt 1957 den Ruf auf den Lehrstuhl für Angewandte Geophysik.
1985
Heinrich Soffel ist neuer Lehrstuhlinhaber
Sein Nachfolger von 1985 bis 2002 war Prof. Dr. Heinrich Soffel.
1990
Umzug in die Theresienstraße
Jahreszahl verifizieren Heute befindet sich die Geophysik in der Theresienstraße 41, in direkter Nachbarschaft zu den Pinakotheken. Sie umfaßt neben dem Observatorium in Fürstenfeldbruck seit 1984 das Labor für Gesteins- und Paläomagnetismus in Niederlippach bei Landshut und ein Labor für Gesteinsmagnetik in Garching.
2002
Gründung des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften
Im Jahre 2002 verband sich das Geophysik-Institut zusammen mit den Instituten für Mineralogie, Kristallographie, Geologie, Paläontologie und Geographie zum Department für Geo- und Umweltwissenschaften, einer der größten universitären Forschungs- und Lehreinrichtungen in den Geowissenschaften Deutschlands.
2003
Neuer Lehrstuhlinhaber
Hans-Peter Bunge übernimmt den Lehrstuhl für Geophysik. Mehr erfahren