Modellierung Geodynamik

Lehrstuhl für Geophysik

Prof. Hans-Peter Bunge

Lehrstuhlinhaber

Portrait Hans-Peter Bunge
Prof. Hans-Peter Bunge

Professor und Inhaber des Lehrstuhles für Geophysik

Sekretariat

Snjezana Momcilovic Pekic

Lehrstuhlassistenz Geophysik (Elternzeitvertretung)

Wegbeschreibung

Raumfinder

Grußwort des Lehrstuhles

Die Geophysik fokussiert Aufbau, Dynamik des Erdkörpers, Vergleich mit erdähnlichen Planeten, Geomaterialien, Ressourcen und Gefahren durch Seismizität. Aktuell erlebt die Geophysik durch Fortschritte in Fernerkundung (Satelliten, seismische/magnetische Techniken) und deren Integration in komplexe Geomodelle auf Supercomputern eine rasante Erkenntnisbeschleunigung, vergleichbar mit dem "goldenen Zeitalter" der 60er Jahre.

Die Münchner Geophysik ist in diesem Feld national und international exzellent positioniert. Forschungsschwerpunkte sind Fernerkundung und anspruchsvolle Geosimulationen auf Hochleistungsrechnern. Das Münchener Erd Observatorium (MEO) und die enge Kooperation mit der Geodäsie der TU München bieten einzigartigen Zugang zu seismischen, magnetischen und geodätischen Daten. Ein starker Beowulf-Cluster und die Ressourcen des Leibniz-Rechenzentrums schaffen ein international führendes Forschungsumfeld. Die Lage Münchens als High-Tech-Zentrum in der Nähe der Alpen bietet zudem ein attraktives Forschungsumfeld.

Geschichte der Geophysik in München

  1. Johann von Lamont
  2. Sternwarte in Bogenhausen und halb-unterirdisches magnetisches Observatorium (vorne links) 1840
  3. Geomagnetische Observationen im Gewölbe des Maisacher Sommerkellers
  4. Bau des Observatoriums in Fürstenfeldbruck
  5. Hauptgebäude für die Wissenschaftler am Observatorium Fürstenfeldbruck (1938)
  6. Hermann Reich
  7. Historische Aufnahme des Gebäudes an der Richard-Wagner-Straße
  8. Gustav Angenheister
  9. Heiner Soffel
  10. Gebäude in der Theresienstr. 41
  11. Schneebedecktes Gebäude und Baum auf dem Geschwister-Scholl-Platz
  12. Hans-Peter Bunge

1836

Grundstein der Geophysik in München

Angeregt durch Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß, nimmt Johann von Lamont, der damaligen Direktor der Sternwarte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Beobachtung des Erdmagnetfeldes (Deklination und Horizontalintensität) in München auf - anfangs noch sporadisch, ab 1840 dann regelmäßig.

© Heiner Soffel

1896

Einrichtung eines erdmagnetischen Observatoriums

Bislang Teil der Sternwarte, wurde das erdmagnetische Observatorium 1896 eigenständig. 1905 wurde mit seismischen Beobachtungen begonnen.

© Heiner Soffel

1927

Umzug nach des Observatoriums nach Maisach

Die zunehmende Industrialisierung und die damit einhergehenden Störungen der Messungen machten eine Verlegung des Observatoriums nach Maisach nötig.

© Heiner Soffel

1937

Umzug des Observatoriums an den heutigen Standort in Fürstenfeldbruck

Weiterer Umzug des Observatoriums auf die Ludwigshöhe bei Fürstenfeldbruck.

© Heiner Soffel

1938

Observatorium wird Teil der Ludwig-Maximilians-Universität

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften überführt das Observatorium in die Hände der Ludwig-Maximilians-Universität.

© Heiner Soffel

1948

Gründung des Institutes für Angewandte Geopyhsik

1948 wurde das Institut für Angewandte Geophysik der LMU gegründet. Erster Lehrstuhlinhaber war Prof. Dr. Hermann Reich.

© Heiner Soffel

1950

Umzug des Institutes für Angewandte Geophysik

Jahreszahl verifizieren In seiner Anfangsphase war das Institut im Bibliothekstrakt des Deutschen Museums untergebracht und zog später in das ehemalige Gebäude der Akademie für Angewandte Kunst in der Richard-Wagner-Straße 10 (bis 1971) um.

© Heiner Soffel

1957

Gustav Angenheister ist neuer Lehrstuhlinhaber

Prof. Dr. Gustav Angenheister erhielt 1957 den Ruf auf den Lehrstuhl für Angewandte Geophysik.

© Heiner Soffel

1985

Heinrich Soffel ist neuer Lehrstuhlinhaber

Sein Nachfolger von 1985 bis 2002 war Prof. Dr. Heinrich Soffel.

© Heiner Soffel

1990

Umzug in die Theresienstraße

Jahreszahl verifizieren Heute befindet sich die Geophysik in der Theresienstraße 41, in direkter Nachbarschaft zu den Pinakotheken. Sie umfaßt neben dem Observatorium in Fürstenfeldbruck seit 1984 das Labor für Gesteins- und Paläomagnetismus in Niederlippach bei Landshut und ein Labor für Gesteinsmagnetik in Garching.

© Marina Rogozeva

2002

Gründung des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften

Im Jahre 2002 verband sich das Geophysik-Institut zusammen mit den Instituten für Mineralogie, Kristallographie, Geologie, Paläontologie und Geographie zum Department für Geo- und Umweltwissenschaften, einer der größten universitären Forschungs- und Lehreinrichtungen in den Geowissenschaften Deutschlands.

© Kai Wengler

2003

Neuer Lehrstuhlinhaber

Hans-Peter Bunge übernimmt den Lehrstuhl für Geophysik. Mehr erfahren

© Hans-Peter Bunge