Wasser verstehen, Orte erleben: Exkursion ins Fränkische Seenland
27.07.2026
Drei Tage, zahlreiche Lernorte und ein gemeinsames Thema: Im Fränkischen Seenland erkundeten die Studierenden Wasser im Kontext des Klimawandels.
27.07.2026
Drei Tage, zahlreiche Lernorte und ein gemeinsames Thema: Im Fränkischen Seenland erkundeten die Studierenden Wasser im Kontext des Klimawandels.
© el mundo
Vom 22. bis 24. Juli 2026 ging es für eine Gruppe aus el mundo Studierenden sowie Bachelor- und Masterstudierenden der Geographie auf dreitägige Exkursion ins Fränkische Seenland. Für die Geographie-Studierenden war die Exkursion Teil einer besonderen Reise: Nachdem sie zuvor bereits in den Alpen unterwegs waren, folgten sie einem gedachten Regentropfen auf seinem Weg durch das Flusssystem bis in die Niederlande und schließlich zur Nordsee. Für die el mundo Studierenden stand die dreitägige Exkursion ins Fränkische Seenland auf dem Programm.
Unter der Leitung von Prof. Ralf Ludwig widmete sich die Gruppe dem Thema Wasser und seiner Bedeutung im Kontext des Klimawandels. Verschiedene Lernorte machten dabei sichtbar, wie eng Wasser, Landschaft, menschliche Nutzung und Klimaanpassung miteinander verbunden sind. Stationen waren unter anderem das Haus im Moos, der Altmühlsee, der Brombachspeicher, der Barfuß-Wonnen-Weg, der Rothsee und der Main-Donau-Kanal.
Die Exkursion verband dabei fachliche Auseinandersetzung mit dem Ansatz des Place-based Learning, einem wichtigen Element der BNE-Exkursionen von el mundo. Gelernt wurde nicht nur über die jeweiligen Orte, sondern an den Orten, von den Orten und für die Orte. Die unmittelbare Begegnung mit den verschiedenen Landschaften und wasserbezogenen Infrastrukturen ermöglichte es den Teilnehmenden, Zusammenhänge vor Ort zu beobachten, einzuordnen und weiterzudenken.
Ein besonderer Bestandteil der Exkursion war ein von el mundo vorbereitetes Rollenspiel zum Wassercent, das die Komplexität von Entscheidungen rund um die Ressource Wasser erfahrbar machte. Dabei wurden die drei Grundbedürfnisse Autonomie, Kompetenzerleben und soziale Eingebundenheit aufgegriffen. Die Studierenden konnten so erleben, dass das Lernen über Wasser nicht nur das Sammeln von Fakten umfasst, sondern auch bedeutet, Zusammenhänge zu verstehen, Entscheidungen auszuhandeln und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen.
Die drei Tage boten damit zahlreiche fachliche Impulse, intensive Gespräche und gemeinsame Reflexion. Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial Lernen außerhalb klassischer Unterrichtsräume bietet – und wie sich fachliches Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden lassen.
Eine interessante, aktuelle Dokumentation des Bayerischen Rundfunks finden Sie unter folgendem Link: 45 Badewannen pro Sekunde: So hilft Bayern dem heißen Main