SURVEY

Waldreallabore - Experimente, Synthese und Governance zur Optimierung des natürlichen Klimaschutzes in Waldökosystemen

Wälder sind eine unverzichtbare natürliche Senke für Treibhausgase und erbringen vielfältige Ökosystemleistungen. Der Klimawandel verändert diese Ökosysteme grundlegend weswegen ihr Management daher kontinuierlich an die sich wandelnden Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Reallabore bieten dabei eine wichtige Infrastruktur für eine inter- und transdisziplinäre Transformationsforschung auf dem Weg
zum Wald der Zukunft.

Die Untersuchungsgrundlage für das Verbundvorhaben SURVEY bildet ein Netzwerk räumlich verteilter Experimentalflächen im Harz und im LMU-Wald, die sich hinsichtlich Nutzungs- und Untersuchungsintensität unterscheiden. Ergänzt durch modellgestützte Projektionen sowie zusätzliche Geodaten in Datenräumen und Syntheseplattformen, entsteht daraus ein supraregionales Waldreallabor für den fichtendominierten, stark schadexponierten Mittelgebirgsraum mit besonders hohem Transformationsbedarf. Ein zentrales Element des Vorhabens ist die umfassende Einbeziehung relevanter Akteursgruppen, die auf drei Kooperationsebenen stattfindet:

  • Ko-Kreation: Stakeholder wirken aktiv an der Gestaltung und Weiterentwicklung
    des Waldreallabors mit.
  • Ko-Produktion: Gemeinsame Forschung in Forschungs-Praxis-Netzwerken stärkt den Praxisbezug wissenschaftlicher Erkenntnisse.
  • Ko-Evaluation: Zentrale Akteursgruppen bewerten die resultierenden Ökosystemleistungen im Hinblick auf gesellschaftliche Ansprüche und Transformationsziele.

Ein Hauptziel des LMU-Teilprojekts ist die Entwicklung raum-zeitlicher Modelle zur Ableitung von Stressreaktionen aus insitu Messdaten, LiDAR, multispektralen und thermalen Drohnen-Fernerkundungsdaten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bewertung von Evapotranspiration, Stress und Mortalität in Fichtenbeständen.

Fachgebiet
Datenassimilation, Fernerkundung, Geländemessungen, Gen-Informationssysteme, Pflanzenphysiologie, Vegetations-Modellierung, Klimatologie
Laufzeit
06/2025 bis 05/2028
Förderkennzeichen
033L312A
Projektleitung
Prof. Lukas Lehnert; Dr. Wolfgang Obermeier
Projektwissenschaftler*innen
Vinzenz Zerres; Tatiana Triviño
Gefördert durch
BMFTR
Projektträger
ptj Projektträger Jülich